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arne-wigand baganz - fahnenrost (2006)

     144 Seiten (15,5 x 22cm). EUR 12,-
     ISBN 3-8334-5268-4


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Meinungen

I - Rezension im Orkus-Magazin (12/06)

"[...] fahnenrost zerrt einen heraus aus dem Pflichten-, Klingeltonmelodien-, Konsumalltag. [...] Die gesamte Virtuosität des Dichters tritt in der strukturierten Spielerei mit unserer Sprache zutage: Er badet in Worten und jongliert mit ihnen [...] Man mag vielleicht nicht alles verstehen, was Baganz meint - Platz für eigene Interpretationen hat gute Literatur ja immer schon gelassen -, und man mag deswegen fahnenrost vielleicht sogar beim ersten Kontakt recht schnell wieder weglegen. Doch hat man erst einmal begonnen, darin zu lesen, wird man bald die Augen und Gedanken erneut darin versenken, ist man der sprachlichen Verführung doch unbewusst bereits erlegen." (Axel Schön, in: Orkus Nr. 12/01 - Dezember 2006 / Januar 2007).

II - Rezension von H.T.Reliwette

Am „fahnenrost“ – so der neueste Gedichtband von Arne-Wigand Baganz - kratzt eben jener Autor zumeist lyrisch auf 144 Seiten, gedruckt und verlegt by Books on Demand GmbH, Norderstedt. Von einer Odessa-Reise stammt die Titelbildgestaltung per Foto aus der Froschperspektive: Vier Lautsprecher am Mast sind auf den Betrachter gerichtet; sie muten an wie waagerecht gestellte Glocken...

Die Texte aus den Jahren 2004 bis 2006 sind aktuelle Bestandsaufnahmen, die zwischen Kindheitserlebnissen und „Palast-Abriss“ verlaufen, Natur aber auch viel epochales Vergehen schildern, das zumeist in östlichen Ländern, die der Autor bereiste, (noch) rostende Spuren hinterlassen hat.

Dann: das Leben ohne Ideologien, ohne Dogmen und Ismen wie in dem Gedicht:

„in Appolons kretischem Garten / die toten Dichter / ruhen ewig.... / viele ihrer Worte / einsam hinterlassen: / sind noch wach / ohne jeden Anschein / von Trauer zu tragen / sie haben den Tod ihrer Herren / längst verwunden / in Appolons kretischem Garten / die toten Dichter / ruhen ewig...“

Eine Anspielung auf das gewaltfreie Kreta zur Zeit des Königs Minos?

Die dichterische Nähe zu Friedrich Hölderlin spricht aus vielen Texten des Dichters Baganz. Skepsis des menschlichen Fortschritts wird in seinen kurzen Prosatexten deutlich wie bei:

„Die frei entfaltete Persönlichkeit“.

Dem Autor „tragischen Nihilismus“ unterstellen zu wollen, würde bedeuten, den (verhinderten?) Romantiker in Baganz zu übersehen, der das Sprachverständnis seiner Zeitgenossen zuweilen durch ungewöhnliche Zeilenumbrüche seiner Gedichte erschwert, was das mehrmalige Lesen des Textes erfordert, um ihn zu verstehen.

H.T.Reliwette


III

"Für Liebhaber philosophisch geprägter Literatur ist 'fahnenrost' eine wahre Freude. Es ist nicht leicht, in die Gedankenwelt des Autors einzutauchen. Dafür sind seine gewagten Enjambements und überraschenden Anakoluthe zu extravagant und ungewöhnlich. Doch liegt eben darin auch der ästhetische Reiz der Texte." – Online-Magazin von Elitepartner, 11/2008.

IV

Der Autor kann leider nur in Ausnahmefällen Rezensionsexemplare verschicken und weist daher interessierte Journalisten auf die kostenlose Bestellmöglichkeit beim Verlag hin.


 
© 2006 by Arne-Wigand Baganz
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